tresk tristis—schallen/schlagen/bersten
unheilvoll/gefährlich—So bekam die Triesting
ihren Namen, wird spekuliert.
Im Vordergrund steht die Gegenüberstellung der Gefahr und Mächtigkeit, die Hochwasser und Überschwemmung mit sich bringt und meiner wunderschönen Erinnerungen, die ich mit der Triesting verbinde.
Entstanden ist die Idee in Gedenken an den jährlichen Triesting-Watetag in Oberwaltersdorf, dem Dorf meiner Großeltern, bei dem Kinder und Erwachsene sich zusammengetan haben und durch die Triesting spaziert sind.
Im ersten Teil des Projekts dienen Archivfotos vergangener Hochwasserkatastrophen zusammen mit gefundenem Audio-, Video- und Textmaterial als Medium zur Übermittlung der Mächtigkeit, die diese Hochwasser in der Vergangenheit hatten.
Der zweite Teil besteht einerseits aus einem künstlerisch gestaltetem Video, das meinen Spaziergang durch die Triesting in Oberwaltersdorf dokumentiert und ein Gefühl von Traum, Ruhe und Idylle, dem zuvor vermittelten Erdrückungsgefühl gegenüberstellt, sowie aus analogen Fotos, die während des Spaziergangs entstanden sind.
Die Fotos sind mit Infrarotfilm fotografiert, welcher Lichtfrequenzen in einem Bereich aufnimmt, der für uns Menschen nicht sichtbar ist. Dadurch entsteht ein skurriler, traumartiger Effekt, der den Anschein erweckt als wäre man in einer anderen Welt. Dieser Effekt dient hier als Metapher für Erinnerungen und Vergangenes. Ich wollte den Fluss auf so vielen Ebenen wie möglich in meine Arbeit einfließen lassen, weshalb ich für das Entwickeln des Films zuvor aus der Triesting abgefülltes Wasser verwendet habe.
Einerseits beschäftige ich mich hier mit der Sorge und Furcht der Menschen gegenüber zukünftig auftretenden Hochwasserkatastrophen. Auf der anderen Seite begegne ich den Erinnerungen an den Triesting-Watetag, der heute immer noch stattfindet, ebenso wie meinem eigenen Spaziergang durchaus mit Sorge. So schön es auch war, habe ich, selbst als ich alleine durch den Fluss spaziert bin, gemerkt, wie sich dies auf das Ökosystem des Flusses und die darin lebenden Tiere auswirkt und das natürliche Gleichgewicht temporär stört.